Hautkrebsvorsorge

Die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung beinhaltet folgende Punkte:

  • Gründliche Anamnese (Krankengeschichte)
  • Komplette Inspektion der Haut: Dazu gehört auch die Betrachtung der Kopfhaut, der Mundschleimhaut, der Lippen, des Zahnfleisches und der äußeren Genitale.
  • Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop (Dermatoskop): Hier können z. B. mit Hilfe eines Videodermatoskops verdächtige Hauterscheinungen auf einem Monitor vergrößert werden.
  • Gegebenenfalls Fotodokumentation: Bilder von Muttermale am gesamten Körper, aber vor allem an lichtexponierten Körperstellen (z. B. Gesicht, Kopfhaut, Hals oder Arme) werden digital archiviert. Die Katalogisierung erleichtert den Vergleich von eventuell aufgetretenen Veränderungen bei einer späteren Untersuchung.
  • Hautprofil: Der Patient wird über die Beschaffenheit und Empfindlichkeit seiner Haut aufgeklärt.
  • Individuelle Vorsorgemaßnahmen: Der Patient wird über Möglichkeiten aufgeklärt, Hautkrebs zu vermeiden. Hierzu gehört das Verwenden von Sonnenschutzmitteln, das Vermeiden von Solarien und das Verhindern von Sonnenbränden.

Die Hautkrebsvorsorge ist erforderlich bei folgenden Personen:

  • Ausgeprägte und häufige Sonnenbrandreaktionen in der Kindheit und Jugend
  • Über längere Zeit Aussetzung intensiver Sonnenstrahlung – zum Beispiel bei Personen, die sich überwiegend im Freien aufhalten
  • Hellhäutige und rothaarige Menschen
  • Mit einer hohen Anzahl von Pigmentmalen (Patienten mit mehr als 40 Pigmentmalen tragen ein 7- bis 15-fach erhöhtes Hautkrebsrisiko)
  • Einen oder mehrere Fälle von Hautkrebs in der Familie
  • Häufige Arbeiten mit Arsen oder Teer
  • Aussetzung starker radioaktiver Strahlen – zum Beispiel nach einer Strahlentherapie
  • Einnahme von Immunsystem-hemmenden Medikamenten aufgrund einer Organtransplantationen

Aktuell haben gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle 2 Jahre Anspruch auf eine kostenlosen Hautkrebs-Check.

Ihr Nutzen: Hautkrebs ist eine stetig zunehmende und gefährliche Erkrankung, an der jährlich viele Patienten erkranken. Sie können sich durch eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge sowohl vor dem Krebs als auch vor seinen ernsten Folgen schützen.

Auffällige und krebsverdächtige Veränderungen können so rechtzeitig erkannt und entfernt werden.

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